Über dieses Buch

Natürlich ist dieses Buch eine Provokation. Und was für eine! Die Autorin wagt sich in die absurdesten Abgründe lesbischer Realität und garniert sie mit einer gewaltigen Portion Ironie.

Onanierende Frauen in einem Masturbations-Workshop, ein kulturübergreifender Lesben-Test oder randalierende Fußball-Mädels als Pauschaltouristen. Homoerotischer Postfeminismus pur!

Selten ist ein Buch publiziert worden, das die tragische Komödie lesbischer Subkultur so treffend auf den Punkt bringt: Satirisch, gemein, böse und grenzwertig ehrlich. Die Mösenmafia ist das Ende aller romantischen Klischees. Die lustigste Trainingseinheit zum Aufbau einer straffen Bauchmuskulatur seit es Lesbentaillen und Hummelhüften gibt.

Vorwort

„Die Mösenmafia. Lesben und andere Pauschalterroristen“ – ja, muss das denn sein? Wer kauft denn so ein Buch? Und vor allem: Wie soll man das in der Bahn lesen? Mit schweinslederner Buchhülle als Quasi-Kondom für lesbische Untergrundliteratur?
Halb so wild. Zwischen Titel und Inhalt herrscht eine minimale Diskrepanz. Sicherlich wird hier und dort auch mal gefickt, aber meistens so unwesentlich oder mit Eseln, dass es kaum auffällt. Bei den Terroristen handelt es sich um ein pfiffiges Wortspiel, das vom Tourismus abgeleitet ist. Fakt ist, dass etwas mit Sex und Terror in den Titel musste. Wegen der Suchmaschinen im Internet.

Sieht man mal von diesem kleinen, fiesen Trick ab, liegt hier ein Werk vor, das getrost in die frühe und die späte Knezevic unterteilt werden kann. Ähnlich wie Gertrude Stein und Dieter Bohlen musste ich lange warten, bis ich mich entschloss, mit der Wahrheit an die Öffentlichkeit zu gehen. Jetzt ist es so weit, und wer was anderes sagt, der lügt.

Diana Knezevic

Lesben und andere Pauschalterroristen

Zu den Autoren:

Diana Knezevic lebt in Köln, wo sie als freie Texterin und Autorin für Web, Werbung und TV arbeitet. Die meisten ihrer bisherigen Buchpublikationen sind im Bereich Satire angesiedelt. Mit der "Mösenmafia" fing alles an. Knezevic schreibt auch erotische Literatur, allerdings unter einem Pseudonym, weil ihr das peinlich ist.

Wichtiger Hinweis

Dieses Buch ist sehr informativ für alle, die immer schon mal wissen wollten, warum Lesben und andere Pauschalterroristen Mitglieder der Mösenmafia sind. Es besteht keine Gefahr für Jugendliche, und es wird ausdrücklich darauf verzichtet, zur Nachahmung zu animieren.

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Hörprobe "Test the Lesb"

Die besten Zitate

  • Nadia

    „Nadia. Ist schöner Name.“ „Ja, Toilettenpapier heißt auch oft so.“ „Gibt es viele Nadia in Deutschland?“ „So fünf oder sechs.“
    Best of Mösenmafia
  • Delegieren!

    "Stadtmenschen delegieren ja grundsätzlich alles, was sie selbst verrichten könnten, weil ihnen das Internet suggeriert hat, irgendwo sitzt immer jemand, der irgendwas besser weiß oder kann, als man selbst."
    Best of Mösenmafia
  • Kreten und Samen

    "Dabei stellt sich der kulturhistorisch interessierte Leser die Frage, ob die Lesbe heute Krete oder Same hieße, wenn die famose Dichterin Sappho auf Kreta oder Samos gestorben wäre."
    Best of Mösenmafia
  • Kinderschänder

    "Belgien galt damals wie heute als Land der Kinderschänder und der abgefallenen Autoreifen. Wenn uns davon der eine oder das andere vor den Kühler gelaufen bzw. gerollt wäre, wäre es nicht weiter bedauerlich gewesen."
    Best of Mösenmafia
  • Halbwissen

    „That is my Ernst, or shall I say Erna because we are on Lesbos?“
    Best of Mösenmafia
  • Definition Party

    "Mit einer Party hatte ich stets Vergnügliches assoziiert. Eine Party war für mich per Definition ein Ereignis, bei dem die vielen im Alltag unterdrückten Triebe zur vollen Entfaltung kamen. Zum Beispiel in Form von schmutzigem Sex auf der Toilette oder wahlweise ein wenig kotzen auf derselben."
    Best of Mösenmafia
  • Die Holländerin

    "Die holländische Lesbe reist sehr viel. Das liegt daran, dass sie kaum einen Schritt zu tun braucht und schon ist sie außerhalb der Landesgrenze."
    Best of Mösenmafia
  • 155.000 Euro

    "Ich winkte ihr mit einem weißen Taschentuch hinterher und hoffte insgeheim, dass mich jemand fotografieren würde, damit ein ähnliches Foto entstand wie das von dem sich küssenden Paar vor dem Pariser Rathaus von Robert Doisneau, das unlängst für 155.000 Euro versteigert worden ist. Leider küsste mich niemand zum Abschied und es war auch kein Fotograf in der Nähe, womit ich auf das Geld verzichten musste."
    Best of Mösenmafia
  • Aufs Internet warten

    "Doch damals gab es das Internet noch nicht, weshalb ich beschloss, auf die Entwicklung dieses Mediums zu warten."
    Best of Mösenmafia
  • Töpfe und Deckel

    "Schlussendlich findet auf Lesbos jeder Topf einen Deckel, und wenn man ich ist, manchmal sogar zwei oder drei."
    Best of Mösenmafia
  • Die Engländerin I

    "Die Engländerin tritt in großen, rosafarbenen Gruppen auf. Deshalb heißt sie im Folgenden die Engländerinnen."
    Best of Mösenmafia
  • Die Griechin

    "Die Griechin ist schlicht und ergreifend sehr häufig bekifft, was ich angesichts der wirtschaftlichen Lage im Land nachvollziehen kann."
    Best of Mösenmafia
  • Zwei Sorten

    "Es gibt zwei Sorten von deutschen Lesben auf Lesbos. Besser wäre, es gäbe keine. Der Grieche kann die Deutschen im Moment ja eh nicht besonders gut leiden. Da muss man jetzt nicht noch unnötig einen dritten Weltkrieg provozieren..."
    Best of Mösenmafia
  • Es gibt Reis

    "Eigentlich braucht man heutzutage gar nicht mehr zu reisen, weil es ja jede erdenkliche Form von Essen direkt um die Ecke gibt."
    Best of Mösenmafia
  • Nicht normativ

    "Das Abweichen von der Norm hat den Vorteil, von der Norm abzuweichen."
    Best of Mösenmafia
  • Am Intellekt erkrankt

    "Und während ich eine gleichermaßen am Intellekt wie am Damenbart Erkrankte näher betrachtete, wusste ich plötzlich, warum Eltern ihre Kinder vor Homosexuellen schützen wollten."
    Best of Mösenmafia
  • Hundename: Egal

    "Wir nannten den Hund Bonnie, was aber eigentlich egal war, denn Bonnie hörte nicht, wenn man ihn rief. Deshalb hätte er ebenso gut „Runter vom Sofa“ heißen können."
    Best of Mösenmafia
  • Die lesbische Tennissocke

    "Nach einigen Tagen in der griechischen Sonne entsteht durch den Bräunungsprozess eine natürliche Tennissocke am Fußgelenk der Deutschen."
    Best of Mösenmafia
  • Die Engländerin II

    "Wollen wir uns einer Engländerin am Nacktstrand nähern, sollten wir es tunlichst vermeiden, an ihrem nicht wirklich vorhandenen rosafarbenen T-Shirt zu ziehen."
    Best of Mösenmafia
  • Die Ingeborg

    "Wenn Sie Inge heißen, sagen Sie am besten: „My name is Inge, but you can call me ‘Inch’, which means centimeters in Germany, but actually it comes from Ingeborg, so you can also call me ‘Inchborrow’."
    Best of Mösenmafia

Inhaltsverzeichnis

Kap. 1: Test the Lesb
Kap. 2: Von der Lesbe zur Krete
Kap. 3: Kennstu? Weißtu?
Kap. 4: Dolores
Kap. 5: Lass dich nicht lumpen!
Kap. 6: Sapphos Töchter
Kap. 7: Wer Depressionen hat, der geht!
Kap. 8: Griechische Tragödie
Kap. 9: Warum Blondinen anders riechen
Kap.10: Der Gruppen-Onanie-Workshop
Kap.11: Helene und Williams Birne
Kap.12: Die postfeministische Perücke in der Suppe
Kap.13: Sieg über die Vergänglichkeit
Kap.14: Ein masochistischer Dialog
Kap.15: Hommage à toi

Produktinformation

Taschenbuch: 190 Seiten
Verlag: Sonnenkinder-Verlag, Kerpen (Dez. 2002)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Verkauf auch bei www.bod.de
Sprache: Deutsch
Cover:Kerstin Eckstädt
ISBN-10: 3980677230
ISBN-13: 978-3980677233
Größe und/ oder Gewicht: 1,1 x 12,5 x 20 cm
Bald als eBook bei Amazon in der Neuauflage
Preis: 13,00 Euro

Leseprobe

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“
Immanuel Kant (1724-1804)

Der Gruppen-Onanie-Workshop

Alljährlich trifft sich die Gesellschaft für Psychosomatische Erkrankungen in einer beliebigen deutschen Stadt unter dem Decknamen Lesbenfrühlingstreffen. Ich war 28 Jahre alt, als ich das erste Mal von diesem Treffen hörte, das regelmäßig bis zu 3000 Anhängerinnen der Gesellschaft anzieht. Damals ahnte ich noch nicht, dass Lesben bevorzugt in Problemzusammenhängen auftreten. Bis auf meine lesbische Nachbarin Gudrun, die Akne hatte, wies niemand um mich herum gravierende psychosomatische Störungen auf. Das Lesbenfrühlingstreffen belehrte mich eines Besseren. Ich lernte eine Menge merkwürdiger Phänomene kennen.
Besonders hervorheben möchte ich meine erste Begegnung mit dem Damenbart – und ich meine nicht die feinen blonden Härchen auf der Oberlippe, die aufgrund des gestiegenen Hormonanteils im Wasser und Hühnerfleisch mittlerweile Usus sind. Eine Gruppe von psychosomatisch am Damenbart Erkrankten züchtete diverse Varianten: Es gab den Ziegenbart, den Vollbart und den Backen-Bart. Naiv ging ich davon aus, dass es sich bei den Bärtigen um Elektriker, Hausmeister und Wachpersonal der Veranstaltung handeln musste. Doch so viel Brust würde selbst ein eifriger Handwerker, der sein Leben lang östrogenhaltiges Bier trank, nie bekommen.

Orgasmus-Lesben?

Die Bart-Lesben, wie sie sich nannten, bildeten nur eine kleine Fraktion inmitten vieler anderer, die von einer übergeordneten Instanz, den Orga-Lesben, betreut wurden. Die Orga-Lesben, von denen ich blauäugig annahm, sie hießen Orga-Lesben, weil sie die meisten Orgasmen in einem sonst tristen Dasein erlebten, wiesen explizit auf den Umstand hin, dass Rücksicht auf die psychosomatische Problematik des Missbrauchs von Alkoholika zu nehmen sei. Die Lesben mit einem Alkoholproblem hatten einen so enormen negativen Einfluss auf die Ausrichtung der gesamten Veranstaltung, dass es tagsüber nirgendwo Bier zu kaufen gab. Selbstverständlich mussten die Besucherinnen auch Rücksicht auf den Missbrauch von Medikamenten nehmen. Und auf den Missbrauch von anderen Lebensmitteln, die in irgendeiner Hinsicht mit Genuss verbunden waren wie Zigaretten oder Bockwürstchen mit Senf. Und auf den sexuellen Missbrauch. „So ein Blödsinn,“ fuhr es mir durch den Kopf. „Kann ich hier niemanden sexuell für meine Zwecke missbrauchen?“ Aber dann beschloss ich, diesen Umstand zu akzeptieren, denn wenn ich das getan hätte, hätte ich jetzt womöglich auch eine psychosomatische Erkrankung. Wer weiß denn, ob das ansteckend ist?

Psychosomatisch intellektuell

Nicht unerheblich groß war die Fraktion der psychosomatisch intellektuellen Lesben. Die Symptome einer intellektuellen Lesbe, so schlussfolgerte ich nach zuvor erfolgter Anamnese als teilnehmende Beobachterin, bestanden im Wesentlichen darin, alles Verhalten und jede Äußerung zu politisieren. Sie diskutierten gesellschaftliche Phänomene wie hetero-zentristische Homophobie oder die Tatsache, warum Männer mehr Geld verdienten als Frauen. „Ist doch logisch“, dachte ich. „Weil ihr nicht arbeitet, sondern dumm rum quatscht.“
Und während ich eine gleichermaßen am Intellekt wie am Damenbart Erkrankte näher betrachtete, wusste ich plötzlich, warum Eltern ihre Kinder vor Homosexuellen schützen wollten. Die grobe Verunglimpfung jeglichen Anflugs von Humor sowie die Maßregelung aller Lebensformen nach politisch korrekten Direktiven ist der modernen Kindeserziehung schlicht nicht zuträglich. Außerdem wissen wir spätestens seit dem 11. September 2001, dass eine ideologisch verklärte Terminologie langfristig nur dazu führt, dass Flugzeuge in Hochhäuser knallen bzw. geknallt werden.

Gemeinsam menstruieren macht stark

Es folgte eine kurze Einführung in die lesbische Regelkunde. Eine Frau mit kurz geschorenen Haaren und Nickelbrille bepinselte ein Transparent für die geplante Demonstration mit dem Schlachtruf „Wenn wir gemeinsam menstruieren, sind wir stark!“ Was sollte erst aus denen werden, wenn die mal in die Menopause kommen würden? Gibt es dann eine Hormon-Achse des Bösen? Ich zog mich reflektierend zurück. Welche psychosomatische Krankheit hatte ich, oder anders ausgedrückt: Warum war ich überhaupt hier? Bis dato hielt ich mich für relativ normal. Ich schien nur in die falschen Kreise abgedriftet zu sein. Zur besseren Orientierung kaufte ich ein Programmheft im Büro der Orgasmus-Lesben und suchte verzweifelt nach meinen Symptomen sowie nach einer Diagnose.

Manifest gegen Sadomasochismus

Während ich mich dafür in eine 700 Meter lange Schlange reihte, blickte ich mich neugierig um. An den Wänden hingen beschriftete Raufaser-Tapetenrollen mit einem Manifest gegen den Sadomasochismus. Ich hatte davon gehört, dass es Menschen gab, die es genossen, sich beim Sex die Hände zu fesseln, sich auf den Popo zu hauen oder die Augen zu verbinden. Auf dem Lesbenfrühlingstreffen wurde dieses Verhalten jedoch kriminalisiert. Heimlich begann ich mich zu schämen, weil ich meiner Freundin beim Sex auch schon mal auf den Popo gehauen hatte. „Sag das bloß niemandem hier“, ermahnte ich mich. „Das scheint Gewalt zu sein“, wie es von den Wänden in großen Lettern vorwurfsvoll in mein Gewissen sprang. Schlimmer noch: Es war patriarchale Gewalt! Komisch, dachte ich. Wenn es patriarchale Gewalt war, warum war dann damals bei meiner Freundin und mir kein Mann dabei gewesen? Die Frage blieb unbeantwortet, da ich nicht wagte, sie laut zu stellen. Ich wollte um nichts in der Welt mit irgendjemandem diskutieren.

Coop-Mütter und Lesben mit Brüsten

Nach zwei Stunden in der Schlange war ich endlich stolze Inhaberin eines Programmheftes, das mich durch das Wochenende geleiten sollte. „Lesben und die Malerei“ stand dort. Mh, … konnte ich malen? Nein. Gab es an der Volkshochschule Kurse, die „Heterosexuelle und die Malerei“ hießen? War Malen auch eine psychosomatische Erkrankung? Offensichtlich ja. Und was sollte das alberne Abwandeln des Substantivs Malen in Malerei? Das klang so ostwestfälisch, wie meine Tante, wenn sie klagte: „Diese scheiß Kocherei!“
Ein anderer Workshop hieß „Meine Freundin hat Neurodermitis.“ „Dann soll sie doch zum Hautarzt gehen“, murmelte ich und blätterte weiter. Den Kurs „Ich bin eine Co-Mutter! Na und?“ bot eine gewisse Ulla auf Seite 42 an. Eine Co-Mutter? Was war das? Coop-Mütter kannte ich. Das waren die Frauen im Supermarkt, die ihre Kinder schlugen. Hatte man hier bewusst eine Silbe weggelassen, so wie man sie wahllos bei der Malerei hinzugefügt hatte? Ging es hier um matriarchale Gewalt und war dies legitim?
Darüber hinaus tummelten sich im Programmheft „Dicke Lesben“, „Lesben mit Brüsten“ – eine außergewöhnliche psychosomatische Erkrankung für eine Frau, wie ich fand, aber in dem Fließtext erfuhr ich, dass es darum ging, die Brüste zu bemalen, wie es bei einigen Naturvölkern in Papua Neuguinea üblich war – und Lesben, die Probleme mit ihrer Herkunft hatten. Für jede regionale und religiöse Randgruppe wurde eigens ‚ein Raum geschaffen‘. Eine diplom-demagogische Redewendung, das lernte ich schnell. „Sich Räume schaffen und sich abgrenzen.“ Diese Räume hießen Schutzräume. So kam zu meiner Verwunderung auch noch eine perfekt inszenierte, strikte Rassentrennung zwischen jüdischen, schwarzen und schwäbischen Lesben zustande.

Putzlesben und Safer Sex führen zu Onanie

Für die Schutzräume suchten die Orgasmus-Lesben in einem fort über einen Lautsprecher Schutz- und Putzlesben. Ich überlegte kurz, ob ich mich als Putzlesbe melden sollte, weil ich Sauberkeit für erstrebenswert halte. Aber um hier mitwirken zu dürfen, hätte es gewiss einer offiziell bescheinigten, zwanghaften lesbischen Putzneurose bedurft, weshalb ich den Gedanken schnell wieder verwarf.
Recht interessant fand ich den Workshop „Lesben und Safer Sex“. Schließlich musste es doch Möglichkeiten geben, sich vor diesen psychosomatischen Störungen zu schützen. Viel mehr noch faszinierte mich allerdings die Vorstellung, selber einen Workshop anzubieten, der die einzige Lücke schloss, in die noch keine Referentin vorgedrungen war. Es musste etwas sein, das den Betroffenen Erholung versprach. Eine Kur von diesen beschissenen Krankheiten. Etwas, das Lust bereitete und bei dem man sich nicht anstecken konnte. Mit dieser Idee im Kopf verließ ich das Gelände und kaufte ein paar Dosen Bier im nahe gelegenen Supermarkt, weil die anonymen Alkoholiker-Lesben dummerweise den Ausschank von Bier tagsüber unmöglich gemacht hatten. Sobald ich eine von denen treffen würde, würde ich ihr von meinem Bier anbieten. Das nahm ich mir fest vor. Dann grübelte ich angestrengt und nach der zweiten Dose fiel mir die Lösung ein. „Onanie!“ rief ich laut aus wie einst Archimedes, als er Heureka schrie und sich vor Freude nackig machte. Mit Onanie konnte man sich hier unmöglich anstecken! In dem Foyer der eigens für die jährliche Versammlung der Gesellschaft angemieteten Halle gab es ein Spontan-Veranstaltungsbrett. Ich griff einer Orgasmus-Lesbe an den Arm, hielt sie fest und lieh mir von ihr ein Stück Pappkarton, auf dem ich mit rotem und schwarzem Edding notierte:

 

Gruppen-Onanie-Workshop.
Masturbation auf Zeit
Wer zuerst kommt, malt zuerst!

 

„Wer zuerst kommt, malt zuerst“ wählte ich in Anlehnung an die Malerei. Ich hoffte insgeheim, einige Interessentinnen aus dem Mal-Kurs für mein Vorhaben gewinnen zu können. Und um ein bisschen mehr Schwung in die Bude zu bringen, fügte ich hinzu:

SM-Lesben gegen Feministen.

Bei den Feministen ließ ich extra das „innen“ weg, da es üblich zu sein schien, neue Wörter zu erfinden – wie bei den Coop-Müttern. Zu guter Letzt forderte ich die Interessentinnen auf, am Sonntag um 16 Uhr vor den großen Plenarsaal zu kommen. Dann befestigte ich das überdimensionale Plakat an der Stellwand und setzte mich im Anschluss an die Vorbereitungen auf die Treppenstufen des Gebäudes. Von dort hatte ich einen optimalen Blick auf mein Workshop-Angebot und beobachtete die Reaktionen auf das hübsche, handgeklöppelte Plakat. Vier Lesben mit Brüsten (eine dicke Lesbe und zwei mit Neurodermitis sowie eine, die aussah, als könne sie malen) blieben besonders lange vor der Ankündigung stehen. Sie entfachten eine Diskussion, in deren Verlauf sich weitere Lesben mit Brüsten einreihten. Plötzlich stieß sogar eine Bartlesbe hinzu und es wurde richtig laut. Leider konnte ich nur Wortfetzen aufgreifen. Die Distanz war zu groß, aber lieber ausreichend Distanz als zu viel Nähe. (…)

Wie es weiter geht, erfahren Sie im Buch

Das sagen die Leser:

  • schön, klug, witzig.

    "Schön, klug, witzig, tief und sehr sinnlich geschrieben - kann ich nur weiter empfehlen!"
    Ein KundeRezension bei Amazon (Die Mösenmafia)
  • Treffend & Ehrlich

    "Ohne Tabus, ohne Anbiederung, immer treffend und ehrlich. Ein herausragendes Buch, das ich hiermit jedem, der Spaß an Satire und komischen Geschichten hat, "wärmstens" empfehlen möchte!"
    Ein KundeRezension bei Amazon (Die Mösenmafia)
  • Ausgezeichnet

    "Hat mir ausgezeichnet gefallen. Das Buch ist von Anfang bis Ende kurzweilig und lustig. Prädikat: Sehr empfehlenswert!"
    ElliRezension bei Amazon (Die Mösenmafia)
  • Tränen gelacht

    "Die Mösenmafia ist endlich mal wieder ein Buch, bei dem ich Tränen gelacht habe. Ich wollte es einer Freundin laut vorlesen: Das ging nicht, weil ich permament von Lachkrämpfen heimgesucht wurde. Und das ist auch gut so!"
    Ein KundeRezension bei Amazon (Die Mösenmafia)
  • Wie Joghurt

    "Manchmal stehe ich sogar nachts auf, um noch mal reinzuschauen."
    cyberpestRezension bei Amazon (Die Mösenmafia)
  • Prädikat: Wertvoll

    "Diese Kurzgeschichten berühren nicht nur die Bauchmuskulatur, die Worte sprechen mir teilweise aus der Seele und ich fühle mich verstanden, in der facettenreichen Lesbenwelt, die mir oft genug Kopfschütteln bereitet."
    KundeRezension bei Amazon (Die Mösenmafia)
  • Lesbare Leidenschaft

    "Jeder der einzelnen Kurzgeschichten wohnt eine lesbare Leidenschaft inne, leidenschaftliche und genaue Beobachtung, Beschreibung und Ausschlachtung menschlicher Angewohnheiten, Übel und Erotik. Klasse!"
    foeniginRezension bei Amazon (Die Mösenmafia)
  • Im Namen der Dose

    "Endlich mal wieder eine Sammlung von Satiren, die man ungern aus der Hand legt und nach beendeter Lektüre bedauert, dass sie nicht weiter geht."
    JoGerkenRezension bei Amazon (Die Mösenmafia)
  • Selten so gelacht!

    "Transen, Tiere, Sensationen waren mir ein Begriff! Aber dass Lesben sich dort nahtlos einreihen, war mir neu. Ich habe wirklich selten so gelacht!"
    cyberpestRezension bei Amazon (Die Mösenmafia)
  • Unglaublich gut!

    "Dieses Buch ist der Hammer! Und man muss nicht einmal lesbisch sein, um sich kaputt zu lachen. Was Knezevic hier an skurrilen, bizarren und extrem komischen Szenen zusammengetragen hat, ist nicht weniger als ein Querschnitt durch deutsche Befindlichkeiten, Schwerpunkt Ruhrgebiet und Ostwestfalen."
    Ein KundeRezension bei Amazon (Die Mösenmafia)
  • Witzigst!

    "Die bekennende lesbische Autorin nimmt nicht nur sämtliche existierende Vorurteile auf die Schippe, sie bestätigt diese auch bewusst und es gelingt ihr, selbstironisch jedem Ansatz von Logik zu trotzen. Dass dabei trotzdem so viel Wahrheit zwischen den Zeilen lauert, macht „Die Mösenmafia" zu einem der witzigsten Buchveröffentlichungen in einem Genre, das lange Zeit an einem halbseidenen politisch-korrektem Humor krankte."
    JoGerkenRezension bei Amazon (Die Mösenmafia)
  • Einfach genial

    "Ihr Schreibstil ist einfach genial. Geil, frech und bezaubernd, witzig und liebenswert, dabei klug und reif. Lassen Sie sich von diesem Buch erobern!"
    Ein KundeRezension bei Amazon (Die Mösenmafia)

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