Über dieses Buch

Der attraktive Toma steigt zehn Jahre nach dem Zusammenbruch des realsozialistischen Systems in Rumänien in ein Taxi, um durch die Ukraine und Polen nach Deutschland auszuwandern. Dort gibt er zunächst vor, ein Italiener zu sein, weil er als Rumäne keine Arbeitserlaubnis bekommt. Als Angelo Pizzarro bleibt er unentdeckt und arbeitet bei Ford in der Fabrik am Fließband.

Um aber seiner falschen Identität und dem Versteckspiel langfristig entkommen zu können, sucht er eine deutsche Frau, damit er endlich ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht erhält. Alles läuft nach Plan.

Doch nach seiner plötzlichen und unerwarteten Entlassung bei Ford, beschließt er spontan, eine Billard-Bar in der Kölner Südstadt zu eröffnen. Hier tummeln sich fortan zwielichtige Gestalten mit Hang zur Spielsucht und zur Hehlerei. Eine Multi-Kulti-Kneipe entsteht mit Rumänen, Italienern, ein paar Nutten – und einer kleinen Gruppe von Lesben und Schwulen, die Tomas charmante Art sehr zu schätzen weiß. Die Fesseln aus seiner Jugend in einer Diktatur scheinen abgestreift. Er fühlt sich erstmals als freier Mensch, selbstbestimmt, sein eigener Herr – am Ziel seiner Träume bzw. seines eigenen Tresens?

Das Ergebnis

Aber das neue Leben als Chef gerät zunehmend aus den Fugen, weil Toma den Verführungen des Nachtlebens nicht widerstehen kann. Sein hedonistisches Lebensmotto lautet: „Es gibbt nicht Schenneres im Lebben als Alkohol, Zigaretten und Sex.“ Was sich zunächst ziemlich ungesund anhört, hat aber eine profunde, philosophische Botschaft: Egal, wohin Du reist oder wovor du weg läufst – Du selbst kommst immer mit. Was Toma auf seinem Trip durch die Betten, Parks, über die Billardtische und Sofas dieser Welt widerfährt, liest sich wie ein nicht enden wollender und ausufernder Puffbesuch, nach dem man „Ficken“ und „Saufen“ sofort zur olympischen Disziplin erklären möchte. Aber wird der Held diese dekadente Reise unbeschadet überstehen?

„Ich habe gut. Ich will nicht woanderes sein. Nur hier in mein kleines Bar in Köln. Wenn ich mir gucke die an­dere Männer, sag ich immer: Das ist doch nicht normal, wie die lebben! Aufstehen, arbeiten, dann trinken die ein Bier bei mich, gucken traurig und gehen die nach Hause zu ihre Frauen. Dabei gibbt es doch nix Schenne­res in Lebben als Alkohol, Zigaretten und Sex!“
„Ist ja schon gut, Toma. Ich übernehme das mit deiner Biergrafie, du Depp.“
„Brravo, Udo. Danke.“

www.diana-knezevic.de

Zu den Autoren:

Toma Apanu (*1972) ist ein gebürtiger Rumäne und lebt seit 1999 in Köln. "Meine heterosexuelle Biergrafie" ist sein erstes - und wohl auch letztes - Buch, denn Toma kann noch nicht einmal unfallfrei eine SMS schreiben. Deshalb hat er seine Freundin Diana Knezevic (*1971) gebeten, die Biergrafie für ihn zu verfassen. Knezevic ist zufällig eine der Welt völlig unbekannte Autorin, die für diesen Titel zusammen mit ihrem Lieblingswirt mehrere Jahre an den Tresen der Stadt Köln und in Rumänien recherchiert hat. Letzteres über Google Street View, Wikipedia und Youtube. Aus dem rumänischen Kauderwelsch ins Deutsche übersetzt von Diana Knezevic.

Wichtiger Hinweis

Dieses Buch ist sehr informativ für alle, die "Ficken und Saufen" auch schon mal als olympische Disziplin in Erwägung gezogen haben. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder realen Orten sind allerdings reiner Zufall. Diese Version zum Download enthält nur ein Kapitel. Dafür kostet sie auch nur 99 Cent. Wenn Sie wissen möchten, wie es weiter geht, müssen Sie sich noch ein wenig gedulden.

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Die besten Zitate

  • Ohne Kohle

    "De fakto befinden wir uns in Rumänien im Jahr 2012 nämlich ungefähr dort, wo sich Nachkriegsdeutschland in den 60er Jahren befunden hat. Allerdings ohne Wirtschaftswunder..."
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  • Sex und Alkohol

    "Sex kostete nichts und der Alkohol ließ einen vergessen, dass man eigentlich in einem staatlichen Irrenhaus untergebracht war."
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  • Rumänen und Arbeit

    "Der Rumäne ist zwar grundsätzlich bereit zu arbeiten, aber er weiß leider nicht, wie es geht."
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  • Grund für Panik

    "Seitdem versetzt mich die nur ansatzweise drohende Enteignung meiner persönlichen Freiheit, wie sie häufig in eheähnlichen Verhältnissen anzutreffen ist, heute noch in fürchterliche Panikzustände."
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  • Von nichts ganz viel

    "Wie mein Leben im kommunistischen System konkret aussah, können sich die meisten Menschen gar nicht vorstellen. Wir hatten nichts, aber davon ganz viel."
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  • Spermaschleuder

    "Ich dagegen schleuderte mein Sperma weiter durch die Gegend wie andere später den Champagner."
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  • Oralverkehr

    "Ich überbrückte die Zeit zwischen den schallenden Ohrfeigen, die ich regelmäßig von meinem Vater erhielt, und betrunken Auto fahren mit Oralverkehr."
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  • Elvis

    "Mein Vater sah aus wie die Balkanausgabe von Elvis Presley, was dazu führte, dass meine Mutter zur transalpinen Version von Cindy von Marzahn mutierte, denn er betrog sie am laufenden Band mit jüngeren Frauen."
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  • Ab in den Gulag

    "Man kann ja nicht ein ganzes Volk wegen nicht bezahlter Stromrechnungen in den Gulag deportieren. Heutzutage, meine ich. Früher war das kein Problem."
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  • Motive fürs Auswandern

    "Wenn ich nicht als billiges Imitat meines Vaters, dem Elvis-Presley-Double vom Balkan, enden wollte, musste ich auch in den Westen."
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  • Intelligent

    "Letztendlich ist es auch als Zeichen meiner Intelligenz zu bewerten, dass ich mich nicht von der schwer bewaffneten Geheimpolizei Securitate habe erschießen lassen, wie es vielen meiner Landsleute an diesen kalten Dezembertagen ergangen ist."
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  • Lebensrettend

    "Als im Dezember des Jahres 1989 die Revolution ausbrach und über 100.000 Menschen gegen Ceausescu rebellierten, steckte meine Hand in der Möse einer 32-jährigen Frau."
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  • Kommunismus & Fernsehen

    "An und für sich ist der Grundgedanke des Kommunismus ja gut. Gerade beim TV-Programm wird das exemplarisch deutlich. Da gibt es keine Entscheidungsschwierigkeiten und keinen Streit um die Fernbedienung innerhalb der Familie."
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  • Nichts.

    "Nichts zu haben, kann man überleben, wenn alle nichts haben, denn dann weißt du nicht, wie es ist, etwas zu besitzen."
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  • Hitlers PR-Kampagne

    "Wenn ein sozialistischer Diktator Hitlers Marketing- und PR-Konzept klaut, ist das doch krank!"
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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1: Mein Leben mit Ceausescu
Kapitel 2: Mein Leben ohne Ceausescu
Kapitel 3: Mein Leben als Italiener in Deutschland
Kapitel 4: Mein Leben als Dieter Bohlen für Arme
Kapitel 5: Mein langweiliges Leben als Ehemann
Kapitel 6: Mein Leben als Fabrikarbeiter
Kapitel 7: Mein Leben als Chef
Kapitel 8: Mein Leben mit den Nutten und den Lesben
Kapitel 9: Mein Leben vor dem Spielautomaten
Kapitel 10: Mein Leben als Chef ist leider schief gelaufen.

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 177 KB
Verlag: Meinbierverlag (13. November 2012)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00A7GORIS
Copyright: Diana Knezevic, Köln
Covergestaltung: Arnold Gerhardt, Köln
Foto: iStock Photo
Durckexemplare & Leseprobe: www.flyerking.de
Preis eBook: 0,99 Euro

Leseprobe

Auszug aus Kapitel 1: Mein Leben mit Ceausescu

Ich bin ein schwer erziehbarer, hübscher Rumäne im Al­ter von heute exakt 40 Jahren, was bei meinem Lebens­wandel niemand für möglich gehalten hätte. Vor 13 Jahren kam ich mit dem Taxi über die Ukraine und Polen nach Deutschland. Das erste Stück der Stre­cke hatte ich innerhalb Rumäniens mit dem Bus absol­viert, aber Busfahren fand ich scheiße, und wenn mir irgendetwas nicht gefällt, dann ändere ich es sofort. Das Geld für die Taxifahrten von Landesgrenze zu Lan­desgrenze stammte aus der türkischen Bekleidungsindus­trie. Türken sind manchmal aber auch selten dämlich, denn wenn du denen eine hübsche, halbnackte Frau in das Geschäft stellst, dann haben die nur noch Augen für die Frau. So konnte ich in Ruhe sämtliche Marken­klamotten klauen. Diese habe ich in Rumänien für un­glaublich viel Geld verkauft und konnte mir ein klei­nes Vermögen zusammen sparen, bevor ich nach Deutsch­land reiste.

Weil ich so gut aussehe, denken alle, ich sei ein Italiener. Im Gegensatz zu rumänischen Staatsbürgern brauchten Italiener 1999 in Deutschland keine Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis. Aus diesem Grund habe ich mir einen italienischen Namen zugelegt und mir einen gefälschten Pass besorgt. Ich nannte mich Angelo Piz­zarro und gestikulierte wild mit meinen Händen, so wie ich es bei sämtlichen mir bekannten Italienern und bei Adriano Celentano beobachtet hatte. Dazu muss man gelegentlich laut „MINGA!“ oder „Mamma mia!“ rufen und jeder denkt, du kämst aus dem Land, wo die Zitronen blühen. Auf diese Weise konnte ich in der Bundesrepu­blik bei Ford anheuern und am Fließband Geld verdie­nen. Aber wie ich das im einzelnen gemacht habe, er­zähle ich später in dem Kapitel „Mein Leben als Ita­liener“. Dieses Kapitel heißt ja „Mein Leben mit Ceau­sescu“, und dafür muss ich jetzt ein paar Jahre und Kilometer zurück in das Land der Vampire, wie es so schön heißt. Obwohl dort auch Zitronen wachsen.

Die Stadt, aus der ich stamme, heißt Râmnicu Vâlcea, was so viel bedeutet wie Kleiner Teich im Tal. Klingt sehr romantisch, ist es aber nicht. Offiziell wird die Stadt nämlich heute vom FBI als „Hackerville“ bezeich­net und gilt als europäisches Zentrum für organisierte Internetkriminalität. Dort fahren viele junge Männer, die aussehen wie amerikanische College-Studenten, mit Luxuskarossen herum. BMW, Mercedes, Audi, Jaguar. Nichts unter 100.000 Euro. Um den Hals hängen schwere Goldketten, an den Handgelenken tragen sie dicke Ro­lex-Uhren und zu jeder Tages- und Nachtzeit knallen die Champagnerkorken in dekadenten Puffs ….

Das sagen die Leser:

  • Der rumänische Einwanderer

    "Ob das nun real ist oder fiktional, das rückt völlig in den Hintergrund. Nach der Lektüre arbeitet es in mir, und der Text wirkt nach. Nicht, dass ich mich sonst für Rumänien oder rumänische Verhältnisse interessiert hätte, aber hier werden sie über "Toma" so charmant präsentiert, dass ich unbedingt die Fortsetzung lesen will. Bitte mehr davon!"
    LuiseRezension bei Amazon (Meine heterosexuelle Biergrafie)
  • Objektophil

    "Wenn ich objektophil wäre, würde ich auf jeden Fall die Bücher von Frau Knezevic begehren. Für die Winterdepression genau das Richtige. Immer wieder gern!"
    Daiana EilerRezension bei Amazon (Meine heterosexuelle Biergrafie)
  • Deutliche Worte

    "Deutliche Worte, wie die Welt sie braucht. Nach der lesbischen und schwulen Biergrafie kann ich die Hetenversion kaum abwarten :-D"
    DonniRezension bei Amazon (Meine heterosexuelle Biergrafie)

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