Über dieses Buch

Brauchen Sie ein Survival-Training im virtuellen Realitäts-Dschungel? Dann loggen Sie sich ein und beamen sich auf eine vergnügliche Reise vom Highspeed Dating über Bits und Bytes bis zur Escape-Taste. Twittern, posten, skypen und googeln - bis der Programmierer kommt! Was früher Familie hieß, buchstabiert sich heute Community. Und statt im Treppenhaus zu tratschen, 'unterhalten' wir uns bei Facebook mit Fotos im Internet. Es gibt Freunde zum Kaufen bei Ebay und Partnerleasing. Wer nervt, wird einfach per Mausklick geblockt. Die elektronische Gerätewelt hält uns auf Trab: Und es hat piep gemacht.

Mit Highspeed und Sprachwitz führen uns Anka Zink und Diana Knezevic durch den Dschungel von PINs, TANs und Flatrates, bis es dem Leser die Lachtränen in die Augen treibt.

Pressestimmen

"Da hilft nur eins: Positiv zinken. Einfach wunderbar!" FAZ

"Ein Rundumschlag auf die schönen neuen Massenmedien!" Kölner Stadtanzeiger

"Viele gute Gags rund um das Thema neue Medien." Kölner Express

„…Anka Zink überzeugt durch schelmischen Witz und Einfallsreichtum. Agil und komödiantisch findet sie gelungene Vergleiche für die bisweilen bizarr anmutende Technikwelt.“ Bonner Rundschau

"Spritzig unterhaltsames Programm." Bonner Generalanzeiger

Co-Autorin: Diana Knezevic

Zu den Autoren:

Anka Zink, häufig als "rheinischer Satansbraten" tituliert, begann ihre Bühnenkarriere am Improvisationstheater "Springmaus". Später stand sie im Düsseldorfer „Kom(m)ödchen“ unter anderem mit Harald Schmidt auf der Bühne. Seit Jahren gehört Anka Zink zur Stammgastriege des deutschen TV-Kabaretts. Mit ihren Soloprogrammen „Sexy ist was anderes“, "Leben in vollen Zügen" und „Wellness für alle“ tourt sie durch Deutschland. Mehr zu Anka Zink finden Sie hier.

Diana Knezevic lebt in Köln, wo sie als freie Texterin und Autorin für Web, Werbung und TV arbeitet. Ihre bisherigen Buchpublikationen sind im Bereich Satire angesiedelt, so auch der Köln-Krimi "Bei Sport Mord", zu dem Hella von Sinnen festhält: "Davon kann ich nicht genug kriegen!"

Wichtiger Hinweis

Dieses Buch ist sehr informativ für alle, die immer schon mal wissen wollten, warum wir früher gefummelt haben und heute nur noch twittern. Im Mittelpunkt der Lektüre steht jedoch die weitaus tiefsinnigere Frage, warum wir uns in der westlichen Welt - offenbar einvernehmlich - komplett digitalisieren lassen.

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Video

Anka Zink mit dem gleichnamigen Programm
"Sexy ist was anderes" on stage:

Inhaltsverzeichnis

Zielgruppe oder User-Kompatibilität

Gebrauchsanweisung

Onliner und Nonliner

Der WLan-Sinn hat Methode

Twummeln

Tinnitus für alle

Ein Telefon ist ein Telefon ist ein Telefon

Statussymbole und Koteletts

Status Wo?

Soko Annerose

Der Privat-Primat

Facebook oder Sexbook?

Über Gut(t)menschen und Mutanten im Internet

Wer–Weiß–Was? Wer–Liefert–Was?

Das wahre Leben und die Waren fürs Leben

Beta-Tester und Bananen-Produkte

Pin, Pucky & Tan. Die drei Passwort-Freunde

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Broschiert: 176 Seiten
Verlag: VGS; Auflage: 1 (04. November 2011)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802537491
ISBN-13: 978-3802537493
Größe: 21,4 x 13,6 x 1,8
Druckexemplare & Leseproben: www.flyerking.de
Preis Taschenbuch: 12,99 Euro

Leseprobe

Onliner und Nonliner

Wie Sie sich einmal ohne Geräte verlieben konnten und wie Sie es heute trotz der Geräte schaffen

In der Zeit, als ich jung war, war ich technisch ganz weit vorn. Ich besaß einen Schwarz-Weiß-Fernseher, ein orangefarbenes Wählscheiben-Telefon, mit dessen Hörer man ohne weiteres jemanden hätte erschlagen können oder mit dessen Spiralschnur man sich selbst oft zu erwürgen drohte. Dazu gehörte ein Anrufbeantworter mit Kassetten, die heute im deutschen Museum für Technik ausgestellt werden. Mein Postsparbuch wurde mir von Onkel Bankberater vermittelt, der meiner Familie seit Jahrzehnten persönlich bekannt war. Und meine Tante Gabriele schenkte mir eine Schreibmaschine, die so hieß wie sie selbst. Der klapprige R4 war das Auto, das man fuhr, bevor es die Generation Golf gab. Außerdem konnte ich meinem Freundeskreis mit einer Kilo schweren Nikon-Kamera imponieren. Natürlich waren all diese Geräte gebraucht. Aber sie funktionierten. Das reichte, um ganz Westeuropa und Skandinavien zu bereisen, Erinnerungsfotos zu machen, eine Diplomarbeit zu schreiben und sich gern und häufig zu verabreden. Zum Beispiel, um Rudi Carrells »Am Laufenden Band« oder Hans Rosenthals »Dalli Dalli« im Fernsehen anzuschauen. Manchmal gammelten wir aber auch einfach nur rum, was man heute als »chillen« bezeichnet.

Ein Gerät, zwei Funktionen

Wir konnten all das so machen, weil wir Zeit hatten. Die Gebrauchsanweisungen für unsere Geräte waren nahezu überflüssig, da kein Gerät mehr als zwei Funktionen besaß. In der Regel waren das übrigens die Funktionen an und aus. Wenn du Geld brauchtest, hast du irgendeinen Job gemacht und bist von der Kohle mit dem R4 und ein paar Freunden in den Urlaub gefahren. Und wenn du öfter als dreimal auf jemanden gewartet hattest, mit dem du verabredet warst, war der eben nicht pünktlich und flog aus deinem kleinen Adressbuch. Ich war zwar offline, aber mein Leben war in Ordnung. Ich hatte nie das Gefühl, irgendwas zu verpassen. Kurz, ich war wohl das, was man heute als Nonliner bezeichnen würde. Und es war verdammt sexy. Das reichte auch, um sich zu verlieben, um glücklich zu sein oder zu leiden. Es reichte, um etwas zu erleben.

Das Paarungsverhalten von Seepferdchen

Heute ist jeder online. Die meisten haben einen internetfähigen HDTV-Fernseher mit eingebautem DVB-T und DVB-C-Tuner, 500 Programme sowie ein iPhone, das mit seinen zahlreichen Apps eigentlich fast alle anderen Geräte, bis auf das Auto, obsolet macht. Wir haben ein Online-Konto mit diversen Kreditkarten, mindestens 10 Pins und 1000 Tans sowie mehrere Computer in verschiedenen Größen für das Home-Office, für Reisen und fürs Geschäft. Dazu ein iPad oder Kindle zum Lesen der Tageszeitung oder zur Darstellung von nachts im Bett entwickelten Power-Point-Präsentationen. Externe Festplatten oder einen mp3-Player, auf denen acht Terabyte Fotos, Filme und Musik lagern, die noch nie jemand betrachtet oder gehört hat. Noch nicht mal wir selbst! Drucker, mit denen man scannen, kopieren und telefonieren kann, aber nichts davon richtig. Digitalkameras mit eingebauter südkoreanischer Mimik- und Menüführung, mit der man das Paarungsverhalten von Seepferdchen unter Wasser fotografieren kann, bei der man aber für einen Schnappschuss vor lauter Optionen den Auslöser nicht findet.

Eingebautes Verfallsdatum

Navigationsgeräte für jedes Familienmitglied, die immer dann abstürzen, wenn man sie wirklich mal dringend braucht und Autos, die permanent piepen. Natürlich sollten alle Geräte neu sein, denn sie haben scheinbar ein eingebautes Verfallsdatum. Eventuell sogar einen Selbstzerstörungsmechanismus. Das reicht auch, um etwas zu erleben. Spätestens, wenn Ihnen so ein Teil um die Ohren fliegt oder nicht mehr aufhört zu piepen, haben Sie etwas Exzeptionelles erlebt.

480 Shopping-Kanäle

Die meisten verlieben sich heute eher in die glatte Oberfläche ihres Smartphones als in ihr Gegenüber am Tisch eines Cafés. Menschen verspüren Glück, wenn sie es geschafft haben, die Programme auf ihrem neuen Fernseher so zu installieren, dass auf den ersten 20 Plätzen muttersprachliche Sender erscheinen und die restlichen 480 Shopping-Kanäle sowie Al Jazeera auf den hinteren Plätzen rangieren. Und wir alle leiden Höllenqualen, wenn wir unsere Datei, in der alle Pins, Geheimzahlen und Passwörter aufbe- wahrt sind, so gut im Computer versteckt haben, dass wir sie selbst nicht mehr finden. Das hindert uns am Schlafen, am Essen und am Arbeiten. Und es stiehlt uns das wichtigste Gut: Zeit.

Kommunikationsschulden

Dafür sind wir online. Aber wir erleben nichts mehr, im Sinne von »vor die Tür gehen«. Warum sollten wir auch? Wir haben ja Google Street View und Google Earth. Man kann sich Skandinavien und Westeuropa mittlerweile prima im Internet ansehen. Sogar Kirchrüsselbach in der fränkischen Schweiz!
Und seit wir ständig online sind, treibt uns die Angst um, irgendetwas zu verpassen. Wir hecheln dauernd hinterher, weil wir das Gefühl haben, immer etwas erledigen zu müssen (Überweisungen tätigen, E-Mails beantworten, Testament schreiben). Uns plagen Kommunikationsschulden, die wir nicht hätten, wenn wir offline durchs Leben laufen würden. Wir leiden zudem unter einem Gerätefürsorge-Syndrom. Demnach neige ich zur Verwahrlosung, denn ich habe noch nicht einmal die Telefonnummern der letzten vier Handymodelle untereinander synchronisiert. Ich kenne höchstens ein Prozent meiner Outlook-Funktionen und verschicke Fotos stets in der größtmöglichen Auflösung mit 15 Megabyte pro Bild. Die sind so groß, da kann der Empfänger ohne Lupe auf einem Fußballplatz die vierblättrigen Kleeblätter erkennen! Dabei wollte ich eigentlich meinen Neffen beim Torschuss zeigen. Kurz: Das ist irgendwie nicht in Ordnung! Sexy ist definitiv was anderes.

Das sagen die Leser:

  • Zeitgemäß, exakt, unterhaltsam

    "Habe das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen. Jeder, der sich heutzutage zwischen Smartphones, Flatrates und Facebook Profilnamen entscheiden muss, wird sich hier wiederfinden und mitlachen. Insofern: Kauf- bzw. Geschenktipp!"
    Jörg BuschkaRezension bei Amazon (Sexy ist was anderes)
  • Herrlich gelacht!

    "Ich habe das Buch verschlungen, Tränen gelacht, mich verstanden gefühlt und war traurig, als ich die letzte Seite erreicht hatte. Absolut empfehlenswert."
    Patascha1234Rezension bei Amazon (Sexy ist was anderes)
  • Intelligent & humorvoll

    "Ein echtes BBC-Buch - geeignet für Badewanne, Bett und Couch eben! Mit schönen sprachlichen Bildern zu Themen um Kommunikationszwänge und Dauerreizüberflutung. Weitere Aufklärung kann ja niemandem schaden und lachend wird immer noch am besten gelernt - also: ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen!"
    foeniginRezension bei Amazon (Sexy ist was anderes)
  • Sehr empfehlenswert!

    "Immanuel Kant und ihre Oma sind hier die Gewährsleute, deren Erkenntnisse helfen, die Zeit zwischen Geburt und Tod trotz oder wegen Facebook & Co. sinnvoll, befriedigend und abwechslungsreich zu verbringen. Sehr empfehlenswert!"
    MFRezension bei Amazon (Sexy ist was anderes)
  • Liebevoll ironisch!

    "Liebevoll, ironisch, manchmal sarkastisch und mit der von der gelernten Soziologin gewohnten Eloquenz stellt Anka Zink überraschende Verbindungen her zwischen den 10 Geboten in Stein und der Geli aus der Abiklasse."
    MFRezension bei Amazon (Sexy ist was anderes)

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